Grundschulen in Neuenhagen

Veröffentlicht am 25.06.2016 in Bildung

Am 22. Juni 2016 gab es im Kultur- und Sozialausschuss die erste Lesung zur Entwicklung der Grundschulen in Neuenhagen. Nachdem es hoffentlich Ende des Jahres und nach der Fertigstellung der neuen deutsch-polnischen Kita endlich Entspannung bei den Kita-Plätzen in Neuenhagen gibt (zurzeit stehen ca. 60 Kinder auf der Warteliste), ging es hier darum, wie Neuenhagen für die Zukunft mit Grundschulen aufgestellt sein wird.

Die Verwaltung hatte in einem ausführlichen Bericht hierzu interessante Fakten zusammengestellt. Aus diesen wurde deutlich, dass hier Handlungsbedarf besteht. Dazu einige Auszüge aus der Verwaltungsvorlage:

  • Schulen müssen mindestens zweizügig organisiert sein. Grundschulen können einzügig sein.  Die Fallada-Schule erreicht keine Zweizügigkeit.
  • Die Schülerzahlen pro Klasse liegen im rechtlich möglichen Bereich. Sie sind aber bereits heute alle über dem Frequenzrichtwert.
  • Nach der relevanten Schulentwicklungsplanung des Landkreises MOL liegen die Schülerzahlen heute bereits um 145 Schüler und 4 Klassen höher als dort prognostiziert.
  • An der Fallada-Schule und an der Goethe-Schule gibt es bereits heute mehr Anmeldungen als Schüler aufgenommen werden können.
  • An der Fallada-Schule und an der Goethe-Schule fehlen bereits heute Fachräume und Räume für den Teilungsunterricht.
  • Es ist mit einer durchschnittlichen Steigerung der Schülerzahlen von 2,8% zu rechnen.
  • Bereits heute werden Klassenräume auch für die Hortbetreuung genutzt. Dies ist zwar erlaubt aber suboptimal.

Für die SPD-Fraktion Neuenhagen ergeben sich aus dem vorgelegten Bericht primär drei Konsequenzen:

  1. Während der Sanierungsphase der Goethe-Schule, sollte unbedingt auch der benötigte Anbau an dieser Schule realisiert werden. In der Sanierungsphase sind die Schüler ausgelagert. Es ist nicht nachvollziehbar, wenn der Anbau erst dann erfolgt, wenn der Schulbetrieb in der Goethe-Schule wiederaufgenommen wird.
  2. Mittelfristig sollte die Fallada-Schule an einen anderen Standort verlegt werden, an dem sie mindestens durchgängig zweizügig betrieben werden kann. Am jetzigen Standort ist sie nicht ausbaubar. Außerdem ist der Standort für die Versorgung des Nordviertels ungünstig.
  3. Das bisherige Gelände der Fallada-Schule sollte dem Landkreis MOL angeboten werden zum notwendigen Ausbau des Einsteingymnasiums. Bereits in diesem Jahr musste das Einsteingymnasium 60 Schüler aus Platzmangel ablehnen. Auch nach den in diesem Jahr stattfindenden Baumaßnahmen bleibt die Schule fünfzügig. Eine Erweiterung ist nur durch das zusätzliche Gelände möglich.

24.6.16

Marianne Hitzges