Beschluss zum Hallenbad

Veröffentlicht am 18.12.2015 in Kommunalpolitik

Einstimmig fasste die Gemeindevertretung in Neuenhagen einen Beschluss, der neuen Schwung in die Diskussion um ein Hallenbad im Mittelzentrumsbereich Neuenhagen und weiteren Städten und Gemeinden bringen kann. In dem Beschluss wird der Bürgermeister Herr Henze aufgefordert, mit den Nachbarkommunen über den gemeinsamen Bau und Betrieb eines Hallenbades zu verhandeln.

Angestoßen wurde der Beschluss durch einen gemeinsamen Antrag von SPD und Die Linke eine Bedarfsanalyse und Machbarkeitsstudie zum Hallenbad zu erstellen und bei festgestelltem Bedarf, mit den Nachbarkommunen über die Schaffung eines gemeinsamen Zweckverbandes zum Bau und Betrieb zu verhandeln.

In der Diskussion war man sich schnell einig, dass die Bedarfsanalyse nicht nötig sei. Der Bedarf wurde schon durch eine von der Gemeinde beauftragten Analyse 2008 festgestellt. Die Ergebnisse der damaligen Studie kann man auf der Internetseite der Gemeinde nachlesen.

Hier ein Link aus dem Bürgerportal der Gemeinde Neuenhagen, der Einsicht in die entsprechenden Unterlagen ermöglicht.

https://ratsinfo.rathaus24.info/Buergerinfo/suchen01.asp?__swords=Machbarkeitsstudie&__sao=1&__swnot=Ausschlussworte&__zsigrnr=1&__axxdat_full=&__exxdat_full=&go=Suchen&__sgo=Suchen&__cfiltersearch=

Sollte der Link nicht funktionieren, bitte über die Seite der Gemeinde Neuenhagen das Bürgerportal aufrufen, dort den Button Recherche anklicken, in die Maske nur Machbarkeitsstudie eintragen und Datum entfernen. Dann auf Suchen und die Unterlagen müssten erscheinen.

Mit dem so veränderten Beschlussantrag, der vom Bürgermeister Jürgen Henze selber eingebracht wurde, waren auch die Antragsteller einverstanden. Sie verwiesen aber darauf, dass trotz nachgewiesenem Bedarf seit acht Jahren nichts passiert ist.

Für ein Hallenbad besteht nicht nur Bedarf, es ist auch finanzierbar. Nicht aber, so waren sich alle einig, von Neuenhagen allein. Im Einzugsbereich für ein solches Bad liegen aber außer Neuenhagen noch Hoppegarten, Altlandsberg, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen-Eggersdorf, Rüdersdorf, Woltersdorf, Schöneiche und Erkner. Allen diesen Kommunen ist gemeinsam, dass vorhandene Bäder in Berlin, Strausberg oder Fürstenwalde zu weit entfernt sind. Wenn sich nur zwei oder drei dieser Orte zusammenschließen, steht der Realisierung des Projektes nichts entgegen. Beispiele für den gemeinsamen Bau und Betrieb eines Hallenbades durch mehrere Gemeinden gibt es u.a. in Bayern.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier nicht um eine Therme oder ein großes Freizeitbad. Nötig ist ein Sport Bad mit fünf 25 Meter Bahnen und einem Hub Boden. Dies kann vom Babyschwimmen, dem Schwimmunterricht in Grundschulen, dem Behindertensport, dem Vereinssport, von Jugendlichen und Senioren genutzt werden.  Eventuell ist auch eine angeschlossene Sauna sinnvoll.

Nach Ansicht der SPD darf man die Umsetzung des Projektes nicht dem Bürgermeister allein aufbürden. Daher hat die SPD-Neuenhagen alle betroffenen Nachbarortsvereine informiert und wird sie Anfang nächsten Jahres zu einer Besprechung einladen. Dann geht es darum wer mitmacht, wie die Initiative Neuenhagens in den Nachbarkommunen unterstützt werden kann, welches der günstigste Standort für das Bad ist. Die SPD hofft, dass auch die anderen Fraktionen aus Neuenhagen auf ihre Nachbarortsverbände zugehen.

Nachtrag: Auch in Falkensee, einer Stadt mit 35.000 Einwohnern am westlichen Stadtrand von Berlin wurde 20 Jahre lang vergeblich über ein Hallenbad gestritten. Dann waren es die Bürger leid. Tausende stellten einen Einwohnerantrag, dem die Stadtverordnetenversammlung dann einstimmig zustimmte.