Thomas Günther, bildungspolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion im Gespräch mit Marianne Hitzges, SPD-OV-Vorsitzen Am 12.11.2011 hatte die SPD-Neuenhagen zur Erweiterung des Themas „Ganztagsschule in Neuenhagen“ wie auch die MOZ bereits berichtete, in ihr Bürgerbüro eingeladen. Gefolgt waren der Einladung der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Günther, Elternvertreter der Schwanenteichgrundschule, eine Schulleiterin, sowie Gemeindevertreter/In und Bürgerinnen und Bürger.
Thomas Günther informierte zunächst umfassend über die Struktur und Situation der Ganztagsschulen in Brandenburg. Danach sind heute in Brandenburg bereits 2/3 der Grundschulen Ganztagsschulen, mit steigender Tendenz. Thomas Günther betonte, dass es bei Ganztagsschulen um Bildung und Betreuung gehe. 3 Milliarden Euro wurden dafür vom Bund an die Länder ausgereicht, davon über 130 Millionen an Brandenburg.
Die Elternvertreter Gerald Arnold, Denise Enckhardt und Roman Suckow machten deutlich, dass in der Elternschaft ein eindeutiger Informationsbedarf zur Ganztagsschule generell besteht und man sich eine entsprechende Aufklärung in Form einer Informationsveranstaltung, durchgeführt durch die Gemeinde Neuenhagen, wünscht. Von ihnen wird die Schulsituation der Grundschüler/Innen an der Grundschule Schwanenteich was die unterschiedlichen Örtlichkeiten des Unterrichts, des Mittagessens und der weiteren Hortbetreuung in einer benachbarten Kita angeht, bemängelt. Sie kritisierten auch, dass der Hort keinen Bildungsauftrag hat. Eine Begleitung bei den Hausaufgaben und eine Förderung von Kindern finden hier nicht statt. In einer neuen Ganztagsschule, könnte und müsste alles an einem Ort stattfinden, um die altersgerechte und Kind gerechte Beschulung und pädagogische Versorgung zu garantieren.
Damit finden sie mit Wilfried Düsterhöft, SPD-Gemeindevertreter, aktive Unterstützung. Er spricht sich eindeutig für den Neubau einer Ganztagsschule in Bollensdorf aus. Dafür schwebt ihm ein konkretes Modell vor. Damit dieses Projekt gut verankert wird, schlägt er die Bildung eines begleitenden Ausschusses vor, in dem viele InteressenvertreterInnen wie SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern mitwirken bzw. beteiligt werden sollten.
Die Schulleiterin und Gemeindevertreterin (Die Linke), Ute Schönthal, war „schon immer für eine Ganztagsbeschulung. Allerdings würde sich die Fallada-Schule dafür aus räumlichen Gründen leider nicht eignen“.
Michel Kluck, Vorsitzender der SPD-Fraktion machte darauf aufmerksam, dass man die Lehrer/innen in die Planung für eine Ganztagsschule einbeziehen müsse.
Einvernehmlich verständigten sich die anwesenden Parteimitglieder der SPD, Die Linke und Bündnis 90, Die Grünen darauf, (gemeinsam haben sie in der Gemeindevertretung die Mehrheit) einen Antrag in die Gemeindevertretung einzubringen, mit dem Ziel die weitere Umsetzung einer Ganztagsschule in Neuenhagen zu beschleunigen. „Denn schon 2007, “ so Marianne Hitzges, SPD-Ortsvereinsvorsitzende, „wurde im Kultur-und Sozialausschuss die Überlegung zur Umwandlung einer der Grundschulen vor Ort in eine Ganztagsschule, beschlossen.“
Der SPD-Parteivorstand hat mittlerweile den Beschluss gefasst, dass es bis 2020 einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für alle Schüler geben soll.
Marianne Hitzges