Die SPD-Neuenhagen hat sich auf einer Mitgliederversammlung für eine Fortsetzung der Kooperation mit Hoppegarten ausgesprochen. Statt den Kooperationsvertrag mit Hoppegarten aufzukündigen, wie es zurzeit in Neuenhagen diskutiert wird, sollte nach Ansicht der SPD die Kooperation um die Gemeinden Fredersdorf-Vogelsdorf sowie Petershagen-Eggersdorf erweitert werden. Nur so kann Neuenhagen seiner neuen Funktion als Mittelzentrum gerecht werde, so die SPD. Auch Altlandsberg sollte in diese Kooperation einbezogen werden. Altlandsberg gehört nach der gemeinsamen Landesplanung Berlin und Brandenburg zwar nicht zum Mittelzentrumsbereich von Neuenhagen, hat aber klar zum Ausdruck gebracht, dass sie sich eher zu Neuenhagen als zu Strausberg zugehörig fühlt.
Hoppegarten und Fredersdorf-Vogelsdorf haben gegen die Landesplanung Klage eingereicht. Nach Ansicht der SPD ist dies ihr gutes Recht und kein Grund für Neuenhagen, beleidigt den Kooperationsvertrag mit Hoppegarten zu kündigen und den Aufbau der Kooperation mit den anderen Gemeinden ruhen zu lassen. Ein solches Verhalten sei vielmehr Wasser auf die Mühlen derjenigen, die der Meinung sind, Neuenhagen allein könne die Mittelzentrumsfunktion für seinen Bereich nicht wahrnehmen.
Die Kooperation zwischen Neuenhagen und Hoppegarten hat einige Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger beider Gemeinden mit sich gebracht. Man schaue sich nur mal die ortsverbindenden Geh- und Radwege von Neuenhagen Platanenallee nach Hönow, von der Grünstraße und der Dahlwitzer Straße (Einsteingymnasium in Richtung S-Bahn)
nach Hoppegarten an. In diesem Bereich, so die SPD kann aber noch weit mehr gemacht werden. Beispiele sind die unterbrochenen Rad- und Gehwege an der Breitscheid-Allee Richtung Hoppegarten oder der an der Gemeindegrenze Neuenhagen endende Weg aus Fredersdorf.
Es gibt aber auch weitere, größere Projekte, die aus Sicht der SPD der Kooperation benötigen. So hat eine Studie ergeben, dass für den Bau eines Hallenbades beim Freibad Neuenhagen ein großer Bedarf besteht und dass der Bau hier um 2 Millionen Euro günstiger wäre als an jedem anderen Standort. Statt sich mit den Nachbargemeinden um eine Realisierung dieses Projektes zu bemühen, hat die Gemeinde Neuenhagen beschlossen, die Planungen ruhen zu lassen. Mehr noch, der Gemeindevertretung liegt eine Beschlussvorlage vor, auch die Beheizung des Freibades, die für dieses Jahr geplant war, abzusagen. Aus Sicht der SPD wäre ein Hallenbad sowohl für Vereine, für die Schulen und Kitas aber auch für Jugendliche und Senioren ein sinnvolles Angebot.
Die SPD erinnert daran, dass Neuenhagen 800.000 Euro zusätzlich für seine Funktion als Mittelzentrum erhält. Hieraus ergibt sich auch die Pflicht zur interkommunalen Zusammenarbeit.
F. d. R. Marianne Hitzges, stellvertretende Vorsitzende


